Unterländer Liberale für Neuwahlen gerüstet

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Aktuelles | 27. Juni 2005

Die im September dieses Jahres wahrscheinlich durchzuführende Bundestagswahl erfordert von den Parteien zeitlich genau festgelegte Vorbereitungstermine, welche kürzlich im FDP – Kreisvorstand beraten und festgelegt wurden. Nachdem der Wahlkampf unglücklicherweise hauptsächlich während der Schulferien stattfinden wird, war die Terminplanung freilich nicht einfach und mit vielen Hindernissen verbunden. So findet nun die Wahlkreiskonferenz zur Nominierung des Kandidaten für den Wahlkreis Heilbronn am 11. Juli statt, wobei sich der Kreisvorstand einhellig für die Bewerbung von Michael Link ausgesprochen hat. Die Mitglieder des FDP Stadt- und Kreisverbands Heilbronn treffen sich vor dieser Konferenz zur Mitgliederversammlung, wo auch die Landesvorsitzende Birgit Homburger zum Thema „Vorfahrt für Arbeit und Bildung, Deutschland braucht den Wechsel“ referieren wird. Die Aufstellung der Landesliste für Baden-Württemberg zur Bundestagswahl erfolgt diesmal ebenfalls in Heilbronn, nachdem es gelungen ist, die Landesvertretersammlung, auch „kleiner Parteitag“ der Südwest-FDP genannt, am 16. Juli in das Kongresszentrum Harmonie zu holen. Bei der kürzlich in Hessigheim durchgeführten Wahlkreiskonferenz für den Wahlkreis Neckar-Zaber wurde der Ingersheimer Bundestagsabgeordnete Harald Leibrecht einstimmig wieder für die bevorstehende Bundestagswahl nominiert. Der 43-jährige Familienvater und ehemalige Geschäftsführer einer internationalen Universität gab einen kurzen Überblick über seine ersten drei Jahre im Deutschen Bundestag, wo er Mitglied im Auswärtigen Ausschuss ist. „Die FDP ist bereit, Regierungsverantwortung in Berlin zu übernehmen“, ermunterte Harald Leibrecht die anwesenden Parteifreunde. Er kritisierte hierbei die enge Beziehung der Bundesregierung zu Russland, ein Land dessen „demokratische Entwicklung rückwärts gewandt „ sei und verurteilte in diesem Zusammenhang die Waffenexporte in Länder wie Saudi Arabien und Brasilien. Leibrecht sprach sich gegen deutsche Soldaten im Irak aus und forderte die Verschrottung der amerikanischen Atomwaffen, die noch in Deutschland stationiert sind. Im Bereich der Innenpolitik kritisierte Harald Leibrecht das deutsche Schulsystem, welches seiner Meinung nach zu sehr durch die Mentalität von Behörden geformt sei. Statt der „Zeitverschwendung“ Sitzenbleiben schlug er deshalb Ferienförderkurse vor, welche Versetzungen noch ermöglichen sollten.

Günter Wanner