Städtebauliche Entwicklung vorantreiben

Wie kann man Beilstein städtisch weiterentwickeln? Man kann Träume haben, man kann im Wahlkampf „“Wünsch dir was“ machen. Aber am Ende muss all dies auch finanzierbar und langfristig tragbar sein.

Kelterplatz

Wie belebt man den Kelterplatz? Eine relativ einfache Maßnahme wäre durch die Gemeinde möglich, anstelle eines kostenintensiven Umbaus im alten Rathaus fordern wir als Alternative, die Anmietung (optional) den Kauf, eines leerstehenden Objektes am Kelterplatz. Ziel ist es in diesem Objekt (Bsp. ehem. Post) ein Bürgerbüro einzurichten. Dies wäre heute schon barrierefrei. Hiermit wird die Fluktuation am Kelterplatz automatisch verbessert.

Als Weiteres könnte man auf dem Kelterplatz zusätzlich noch ein Dauerspielgerät für Kinder (Bsp. ein von Hand betriebenes kleines Karussell) aufstellen. Somit haben Eltern mit Kleinkindern auch einen Grund auf dem Platz zu verweilen.

Durch diese beiden Maßnahmen erhöht sich automatisch die Fluktuation und somit der Besuch des Kelterplatzes, was wiederum eine Verbesserung zur Verpachtung des ehem. Keltercafes darstellt. Ziel muss es hierbei sein, dass das Keltercafe von einem privaten Unternehmer betrieben wird. In einer Übergangsphase ist es jedoch durchaus denkbar, dass man die Räumlichkeiten, zumindest an den Markttagen auch von örtlichen Vereinen bewirtschaften lässt.   (shoppen, schwätzen, genießen)

Ortskernsanierung

Programme zur Ortskernsanierung fortsetzen, bzw. ausweiten. Bereits in den letzten Jahren haben diese Programme durchaus dazu geführt, dass in der Innenstadt durch Eigentümer einiges angepackt und auch umgesetzt wurde. Häufig ist es so, dass die Eigentümer nicht mehr in den Objekten der Innenstadt wohnen.

Durch solche Anreize wird jedoch bewirkt, das Gebäude nicht verwahrlosen, sondern in den Bestand investiert wird. Dies führt langfristig zu einer Verbesserung der Qualität im innerstädtischen Bereich. Hierzu gehört aber auch, dass sich die Gemeinde generell eine Mitsprache bei Veräußerungen im innerstädtischen Bereich einräumt, bzw. auch Vorkaufsrechte nutzt.

Anbindung des ÖPNV

Der ÖPNV ist immer verbesserungswürdig! In Bezug auf das VVS System und auch die nächtliche Anbindung in Richtung Stuttgart wurden in den letzten Jahren enorme Verbesserungen erreicht. Wir haben Schnellbusse (zu den Hauptstoßzeiten) und Nachtbusse (am Wochenende). Es ist toll, dass man diese Möglichkeiten hat und wenn man sie selbst auch benutzt, dann merkt man es auch ganz persönlich, dass es diese Möglichkeiten nun gibt.

In Richtung des HNV, sind hier allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten (Luft nach oben) vorhanden. Bsp. Schnellbusse oder Nachtbusse (um 23.15 Uhr ist Schluss von Heilbronn nach Beilstein in der Woche).

Aber auch hier gilt: Zuerst geht die Kommune in Vorlage, jeder Bus und die Beteiligung daran kostet Geld über die Umlageschlüssel. Nur wenn die Möglichkeiten auch von der Bevölkerung angenommen werden schließt sich der Kreis.

Wünschenswert wäre allerdings ein Wochenend Shuttle in die Teilorte, eventuell mit Fahrradanhänger, dies bietet sich über die Sommermonate an. Hierzu gibt es bereits Vergleichsbeispiele in der Nachbarschaft.

Die Weiterverfolgung eines Schienenprojektes bzw. der Wiederbelebung der Bottwartalbahn von Marbach nach Heilbronn ist eine Vision, die man zwar weiterhin betrachten kann, allerdings ist die weitere Verbesserung im Rahmen eines Buskonzeptes kostengünstiger und weitaus flexibler.

Ortsverkehr und Umgehungsstraße, LKW´s

Es wird gem. den gemessenen Verkehrszahlen immer wieder gesagt, dass Beilsteins Verkehr hausgemacht ist. D.h. der Großteil sind innerörtliche Bewegungen der Anwohner. Fahrten zur Schule, zum Metzger, Bäcker, Kindergarten oder für sonstige Erledigungen. Wer jedoch mit offenen Augen sich morgens und abends während der Hauptverkehrszeiten durch Beilstein bewegt, kann dies nicht in Gänze, nachvollziehen. Ein Auto-Kennzeichen sagt heutzutage nichts mehr darüber aus, wo der Fahrer herkommt. Was können wir tun? Das eine Umgehungsstraße schnell kommt ist eher unwahrscheinlich., Hier kann man nur „bohren“, bohren in Stuttgart, aber man sollte Maßnahmen prüfen, wie man Verkehr vermeiden kann.

Eine der ersten Maßnahmen ist sicherlich das das zukünftige Kinderhaus, nicht an der alten Feuerwehr entsteht, sondern da wo der bisherige Hauptkindergarten war. Im Rahmen einer Planung zur Bebauung des alten Feuerwehrareals (und darüber hinaus), sollte eine direkte Anbindung bis zum Industriegebiet bzw. bis zur möglichen Umgehungsstraße mit einfließen.

In anderen Gemeinden gilt Tempo 30 – wieso nicht in Beilstein im Kernbereich der Hauptstraße? Auch ist durch die Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben in Nachbargemeinden seit Jahren durchaus spürbar, dass der Schwerlastverkehr durch Beilstein zugenommen hat. Wir wollen gemeinsam mit der Verwaltung bewirken, das nur noch ortsansässiger Anlieferverkehr durch die Beilsteiner Hauptstraße rollt. Einzige Ausnahme bleibt im Falle der Autobahn A81 Sperrung/Stau Situation. Es gibt, außer der Maut, keinen Grund wieso Zulieferverkehr für das Bottwartal oder ins Richtung Remstal durch die engen Gassen Beilsteins rollt.

Wir wollen uns dafür einsetzen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit, dass an der Kreuzung Auenstein-Wüstenhausen aus einer seit drei Jahren bestehenden nicht gesteuerten Behelfsampelanlage, eine geregelt Ampelanlage oder Kreisverkehr entsteht. Auch der Zulauf zur Belieferung zur neuen Biogasanlage, muss die verordneten Fahrwege einhalten.

Bei diesen Themen sind wir auf die Unterstützung überregionaler Behörden angewiesen, dies einzufordern ist eine stete Pflicht in den nächsten Jahren. Ebenfalls nützen keine Vorgaben oder Anordnungen wenn Sie nicht kontrolliert werden können.

Teilorte

Was ist Beilstein ohne seine Teilorte? Die Teilorte sind ein wichtiger Bestandteil Beilsteins, wer kennt nicht aus seiner Schul- oder Kindergartenzeit einen aus den *Bergen*? Bzw. als Neubürger Forellen Äpfel oder Tannenbäume.

Auch in den Teilorten besteht regelmäßig Bedarf an Bauland, bisher überwiegend von Einwohnern, hier wurde bisher unbürokratisch mit angefragtem Bedarf zur Schaffung von Bauland umgegangen, dies wollen wir auch weiterhin unterstützen. Eine großflächig Baulandplanung in den einzelnen Teilorten ist sowohl aus naturschutzrechtlichen Gründen (Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald), als auch im Sinne der Dorfgemeinschaften nicht anzustreben.

Nachdem vor wenigen Jahren erst die letzten Probleme der Wasserversorgung in den Teilorten gelöst wurden, gilt es nun, dass wir auch die Datenleitungen in den Teilorten für die Breitbandversorgung vorantreiben.

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Wolfgang Behr

Stv. FDP Vorsitzender Beilstein