Schulfrieden in Baden Württemberg Rückblick – Veranstaltung mit Dr. Hans Ulrich Rülke FDP Fraktionssprecher, am 27.11.2014 im Gasthof Ochsen in Beilstein.

Es ist schwer, das referierte und vor allem auch diskutierte auf wenigen Zeilen darzustellen.

Ein wesentliches Thema wieso ein Schulfrieden sinnvoll und erstrebenswert ist, Schulpolitik muss entzerrt werden von Ideologen und auch der Selbstverwirklichung manches Ministerialangestellten. Schulfrieden kann aber parteiübergreifend nur diskutiert werden, wenn die Diskussion offen und vorbehaltlos geführt wird, bzw. die Parteien sich intern auf Ihre Ausrichtung geeinigt haben. Zum Ersteren gab es schon Aussagen der rot-grünen Landesregierung, dass man über bestimmte Themen (Bsp. Wegfall Grundschulempfehlung) nicht diskutieren möchte. Zum selben Thema ist bei der CDU noch kein interner allgemeiner Konsens geschlossen. Seitens der FDP ist dieser Punkt aber faktisch / statisch zu erheben und seine Auswirkungen müssen objektiv bewertet werden.

Die FDP bietet den neu eingeführten Gemeinschaftsschulen Bestandsschutz an. Man kann nicht nach wenigen Jahren hier wieder alles in Frage stellen. Jedoch ist es notwendig, in Sachen finanzieller Ausstattung, gegenüber anderen Schulformen *Waffengleichheit* herzustellen. Gemeinschaftsschulen werden in Bezug auf finanzielle Ausstattung bspw. im Vergleich zum G8 mit einem 3x so hohen Betrag pro Schüler gefördert.

Auch die aktuelle Ansage, die Realschulen nun doch nicht in Frage zu stellen, wird gleichzeitig konterkariert, in dem dies mit dem Zusatz versehen wird, Orientierungsstufen und Lerngruppen dort einzuführen. (Gemeinschaftsschule über die Hintertür).

Aus dem Publikum kamen die Anmerkungen, dass seit Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlungen teilweise ein totales Chaos an Realschulen herrscht, das Klassenverbände ständigem Wechsel unterzogen sind. Das die Landesregierung nur deshalb das Gymnasium nicht mehr in Frage stellt, (Aussage MP Kretschmann *Wer sich am Gymnasium vergreift, überlebt das politisch nicht“ siehe

Link http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.baden-wuerttemberg-geringerer-lehrstellenabbau.e2460ea5-db8c-495e-940a-40d7e9c7d50e.html STZ vom 12.07.2014)

zeigt das. dies ist nicht aus Überzeugung, sondern Kraft des Widerstandes in der Bevölkerung nicht weiterverfolgt wird.

Andere Länder praktizieren u.a. Modelle der Verbundschule, d.h. zwei Schulformen an einem Standort im gleichen Klassenzug, so ist ein Wechsel der Schulform nicht gleichbedeutend mit einem Standortwechsel.

Auch die Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit der täglichen Schulzeit muss vor Ort entschieden werden können. D.h. verpflichtende Ganztagsschule ohne Einbindung von Eltern/Schülern, sollten nicht gefördert werden. Aber auch die klare Bevorzugung dieser Form gegenüber anderen alternativen Modellen, u.a. der offenen Ganztagsschule ist nicht wünschenswert.

In seinem Schlusswort fügt Rülke ergänzend hinzu, das Handwerk braucht gute Auszubildende, jedoch sind Anstand, Pünktlichkeit und Respekt auch Grundwerte, die grundsätzlich von zu Hause jedem Kind mit auf den Weg gegeben werden sollten. Nach 2,5 stündiger sehr detaillierter und interessanter Diskussion endete die gut besuchte Veranstaltung.

 

Blätttle KW49_2014 Rückblick Veranstaltung mit Dr. Rülke am 27112014_IMG_7377

Wir von der FDP Beilstein bleiben dran. P.S. Sie können uns auch über die Kommentarfunktion auf unserer Homepage kontaktieren.

 

Es grüßt

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.fdp-beilstein.de