Mein Name ist, heute ist das Christkind geboren 24.12.2016

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Aktuelles, Pressemitteilungen | 24. Dezember 2016

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Mein Name ist, heute ist das Christkind geboren 24.12.2016

 

Mein Name ist *Wolfgang Behr* ich bin 1967 im schwäbischen bzw. im Württembergischen Teil Schwabens geboren.

Aufgewachsen bin ich im Städtle, also mittendrin. d.h in Häusern die von der Bombardierung Ende des zweiten Weltkrieges noch Standen.  Die einheimischen modernisierten ihre Häuser, die Einwanderer die kamen nahmen das was Sie bekommen konnten.

So wohnten Italiener, Spanier und Türken u.a. zuerst dort, wo die deutschstämmigen schon nicht mehr wohnen wollten. Denn Sie hatten es bereits geschafft, den Aufstieg, eigenes Haus eigene Wohnung.

Wir Kinder spielten in den Gassen ob die Kinder Mehmet, Wolfgang, Jürgen, Ali, hießen, das spielte in den 70er keine Rolle. Die Ausländer wohnten meist in den letzten Bruchbuden, in denen keiner wohnen wollte.

Kamen wir gemeinsam zu einer Wohnung einer unserer Eltern spielte die Herkunft auch keine Rolle, es gab immer etwas für uns Kinder egal in welcher Familie.  Gastfreundschaft galt auf allen Seiten.

Auch wenn die Eltern sich sprachlich nicht verstanden, für die Kinder galt immer eines, ihr seid Kinder und Spielkameraden, hier ein Pfannkuchen, da ein  Baklava als Bsp.

Als wir erwachsener wurden, da bekam der ein oder andere türkische Junge schon mitgeteilt wer seine zukünftige Frau sein wird. Gefreut haben sich die Jungs da nicht unbedingt.

Auf dem Fußballplatz waren wir aber alle immer noch Jungs / Kinder. Es gab nie spiele nur Ausländer gegen Deutsche, es gab immer irgendwie gemischte Teams.

Die Einwanderer, ob Italiener, Griechen, Portugiesen, Türken u.a. alle brachten uns auch eines mit, was Sie Essen. Wie weit wären wir heute ohne Sie, u.a. Olivenöl?

Unter Kindern gab es Freundschaften, es gab auch Vereine der Ausländischen Gemeinschaften, die heimatliche Kulturen pflegen wollten.

Heutzutage hat die zweite und dritte Generation der Einwanderer sehr viele lokale Ansichten aufgenommen, d.h. viele sind heut Häusle oder Wohnungsbesitzer, viele kümmern sich darum das Ihre Kinder eine gute Bildung erhalten, das sie weiterkommen. Was auch unsere Generation deutscher Eltern wollte. Nimmt man es ganz genau, so sorgen alle Eltern dafür, dass es Ihren Kindern besser geht.

Ich erinnere mich noch, dass 1984 bei uns auf der Realschule eine türkischstämmige Schülerin die beste Deutsch Note hatte.

Ich sehe heute, das viele deutschstämmige, sich nicht trauen selbstständige zu sein. Ich sehe das viele mit ausländischen Wurzeln diesen Weg gehen, das sie gerade das was mich in meiner Kindheit begeistert hat, Familienbetriebe von Oma bis Enkel, leben.

Mich freut es wenn mich türkischstämmige Eltern ansprechen ob wir nicht eine Weihnachtsfeier machen.  Und dann machen wir es auch.

Ich selbst habe in meiner beruflichen Auslandserfahrung erlebt wie wichtig moslemischen Bürgern der Ramadan ist, wie Sie ihn leben und praktizieren. Und hierfür eine Hochachtung, diese gilt aber auch für Menschen christlichen Glaubens die die Fastenzeit einhalten, sowie für andere Religionen, die ähnliches praktizieren.

RESPEKT, ist hier das Zauberwort, gegenseitiger Respekt voreinander, und Respekt gegenüber dem jeweiligen Glauben.

Ich finde es gut und richtig wenn Länder über Institutionen z.B. Deutschland über das Goethe Institut, auch in anderen Ländern die Kultur Deutschlands vermitteln. Es ist auch richtig, das andere Länder die Kultur der Heimatländer zur traditionspflege, auch hier in Deutschland vermitteln. Hier lege ich Wert auf den Begriff Kultur.

Es ist für Gesellschaften nicht zielführend, wenn im Rahmen der Außenpolitik von Heimatländern politischer Einfluss auf Einwanderer, die in anderen Ländern Leben genommen wird.

Nun die letzten zwei Jahre, aber auch noch viele kommende Jahre werden wir diskutieren über Flüchtlinge über Zuwanderung.

Dies ist aber ein Unterschied zu den 60er 70er und 80er Jahren. War es in den 60er und 70er noch so, dass wir Arbeitskräfte brauchten, und Sie gesellschaftlich exakt auch so gesehen hatten, als Arbeiter nicht als Menschen. So kamen in den 70er und 80er Jahren die Familien hinterher, was im Nachhinein auch gut war.  So sehen wir heute Familien oftmals wie oben genannt selbstständige.

Auch in Zukunft wird Deutschland Einwanderung brauchen, diese ist völlig losgelöst von der Humanitären Flüchtlingsaufnahme. Aber Deutschland muss auch Flüchtlingen die Tür zur offiziellen Einwanderung ermöglichen. (es täte der CDU/CSU gut sich langsam hierüber Gedanken zu machen)-

Trug vor 15 Jahren auf dem Wasen noch quasi fast keiner ein Dirndl oder Lederhose, so hat sich auch dies heutzutage geändert. So sehen Traditionen aus.

Was ist nun der Kern, solange wir Religion als etwas persönliches nicht als etwas staatlich verordnetes betrachten, solange wir unser Grundgesetz als das Grundprinzip unserer Rechtsordnung für alle die in unserem Lande leben ansetzen. Solange wird dieser Staat und das Gemeinwesen funktionieren.

Was unserer Gesellschaft nicht hilft sind Menschen, die sich über andere Menschen stellen. Diese die meinen die Meinungs- und Deutungshoheit zu haben. Hierzu gehört unteranderem die AFD, auch Bewegungen wie PEGIDA die wir sind das Volk rufen lassen, gehören dazu.

Nur weil Sie laut sind und immer wieder präsent, sind Sie nicht das Maß aller Dinge.

Ich bin so Stolz auf viele Bürginnen und Bürger die ehrenamtlich einfach etwas tun und machen, und dies stets nach dem Prinzip jeder nach seiner Facon, und jeder wie er kann.

Ich freue mich auf viele Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern

Wolfgang Behr