Fachärztemangel? Versorgungsstärkungsgesetz

Nicht alles, was einen schönen Namen hat, ist gleichzeitig gut. Denn nicht die Verpackung ist das Entscheidende, sondern der Inhalt. Vor Kurzem veranstaltete der FDP Ortsverband Winnenden & Berglen eine offene Diskussionsrunde zum geplanten Versorgungsverstärkungsgesetz.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Landtagsfraktion, Herr Jochen Hausmann, diskutierte an diesem Abend vor voll besetztem Haus mit Vertretern aus der Ärzteschaft sowie der kassennärtzlichen Vereinigung.

Das Versorgungsstärkungsgesetz wird dazu führen, dass die kassenärztlichen Vereinigungen in Gebieten, in denen eine rechnerische Überversorgung von Facharztpraxen herrscht, diese Praxen aufkaufen sollen, wenn eine Praxisübergabe ansteht. Ziel ist es hierbei die Zahl der Arztpraxen zu verringern. Des Weiteren sollen bei den kassenärztlichen Vereinigungen sogenannte Terminservicestellen eingerichtet werden. Das bedeutet, dass die Patienten, die innerhalb von vier Wochen keinen Termin bei einem Facharzt bekommen, bei ihrer Suche unterstützt werden.

Die kassenärztlichen Vereinigungen verantwortlich zu machen ist hier zu einfach gegriffen, da der Gesetzgeber die Zahl der Arztpraxen nach einer bestimmten Quote aus dem Jahr 1990 berechnet. Dass diese Quote unrealistisch und wirklichkeitsfremd ist, wurde bei der Diskussion durch Äußerungen von erbosten Bürgerinnen und Bürgern deutlich.

Haußmann wies abschließend darauf hin, dass die FDP für die Freiberuflichkeit der Ärzte sowie eine angemessene ambulante medizinische Versorgung und die Therapiefreiheit der Bürgerinnen und Bürger kämpfen werde.

Aus diesem Grund hat noch die alte schwarz-gelbe Landesregierung ein Förderprogramm für die Ansiedlung von Ärzten in ländlichen Gebieten auf den Weg gebracht. Laut seiner Aussage wird sich die FDP auch weiterhin konsequent für die duale Finanzierung des Gesundheitssystems durch gesetzliche und private Krankenkassen einsetzen.

Nun schauen wir uns die Fakten dazu einmal für uns in Beilstein an.

Hintergrund ist u.a., dass bei einer ärztlichen Überversorgung von 110% die kassenärztlichen Vereinigungen aufgefordert sind, Arztpraxen zurück zu kaufen. Faktisch werden sie somit geschlossen. Auf Anfrage der FDP-BW (November 2014) wurden hierzu seitens des Sozialministeriums Baden-Württemberg entsprechende Zahlen genannt. Beispielhaft würde diese sogenannte Überversorgung dazu führen, das im Landkreis Heilbronn u.a. die Praxen für zwei Frauenärzte, drei Kinderärzte aber auch vier Nervenärztewegfallen.

Am Beispiel des Landkreises Ludwigsburg würden u.a. neun Kinderarztpraxen wegfallen.

Terminhinweise zu FDP Veranstaltungen:

  • Donnerstag, 07.05. um 19:00 Uhr Infoveranstaltung und Wahl der Kandidatinnen/Kandidaten für den Wahlkreis 19 Eppingen, Gaststätte Waldeck in Eppingen. Kontakt über Email an: info@fdphn.de
  • Samstag, 09.05 um 10.00 Uhr Kunstgebäude am Schloßplatz in Stuttgart, Liberaler Jugendtag 2015 Thema: Wo bleibt der junge Gründergeist? Kontakt über Email an: fdp-bw@fdp.de
  • Freitag/Samstag, 12. und 13.06 FDP BW Landesparteitag in Balingen

 

Es grüßt

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 – E-Mail: WolfgangBehr@hotmail.com