Blättle KW50 Rückblick Termin Gesundheitspolitik, Ausblick kommunale Entwicklung

Den Ärztemangel mit guter Hochschulpolitik beheben

Brackenheim Warum gehen uns die Ärzte auf dem Land aus? Diese Frage beschäftigte die Gäste und die beiden Referenten und Landtagskandidaten der FDP, Dr. med. Dieter Baumgärtner (Wahlkreis Bietigheim-Bissingen) und Dr. med. Harald Zeplin (Wahlkreis Neckarsulm) auf dem Vortragsabend des FDP Ortsverbands Zabergäu in Brackenheim.

Eine älter werdende Gesellschaft benötigt zur medizinischen Grundversorgung Haus- und Fachärzte in ihrer näheren Umgebung. 30 % der Ärzte in der Region sind mittlerweile über 60. Und für junge Ärzte und Absolventen ist die Selbständigkeit nicht mehr so attraktiv wie früher.

Den Studenten und Absolventen muss zunächst die Angst genommen werden, sich nach dem Studium als Arzt niederzulassen. Dies kann u.a. dadurch gelingen, dass die persönliche Haftung der Ärzte für Verschreibungen weiter beschränkt wird. „Zudem brauchen wir im Land und in den Kommunen bessere Rahmenbedingungen für Gründer und müssen die Zahl der Studienplätze für Medizin von 10.000 auf 11.000 anheben, um mehr Mediziner ausbilden zu können. Dieses Thema werde ich im Landtag aktiv vorantreiben“, betont Dieter Baumgärtner.

Harald Zeplin setzt zur Bewältigung der Herausforderung bei den Zugangsvorrausetzungen zum Medizinstudium an: „Der Numerus Clausus ist mit (teilweise) 1,0 viel zu hoch. Der NC muss gesenkt werden“. Es gebe gut vorausgebildete Krankenschwestern und Rettungssanitäter, die bis zu 3 bis 4 Jahren Wartezeit hinnehmen müssen, bis sie mit dem Studium beginnen können. Der medizinische Nachwuchs wird im Studium zudem nicht praxisgerecht auf den Beruf als niedergelassener Arzt vorbereitet. Weiterhin möchte er sich im Landtag dafür einsetzen, dass betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, Rechnungswesen, Personalführung und Büroorganisation im Studium angeboten werden, weil diese Disziplinen ebenfalls zum Alltag eines niedergelassenen Arztes oder Chefarztes gehören.

vl:W. Behr, Dr. Zeplin, Georg Heitlinger, T. Schwarz, Dr. Baumgärtner, A. Mannsperger

vl:W. Behr, Dr. Zeplin, Georg Heitlinger, T. Schwarz, Dr. Baumgärtner, A. Mannsperger

Was ist das Ziel, wohin geht die Reise? (Teil2)

Für die Leser des Amtsblattes vielleicht überraschend, aber auch selbst für die Schreiber der in der Kommunalpolitik verankerten Fraktionen ebenfalls. Hatten wir letzte Woche über ein generelles Ziel der kommunalen Entwicklung geschrieben, so kam gleichzeitig ein grundsätzlich sehr guter Bericht der Initiative Beilstein zur Wohnungsbauentwicklung in Beilstein.

Wenn also aus zwei Fraktionen unabhängig voneinander das grundsätzliche Thema der Weiterentwicklung der Gemeinde angesprochen wird, so scheint es wohl sinnvoll zu sein.

Es ist richtig einen Focus auf die innerörtliche Bebauung zu legen. Freistehende Flächen sollten vorrangig bebaut werden. Auch und vor allem kann nur über diese Schiene bedarfsgerechter und auch für *Otto Normalverbraucher* bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Auch dies ist wichtig für die soziale Struktur innerhalb der Gemeinde. Das Schaffen von reinen Luxusobjekten, wäre für Investoren zwar interessanter, nicht aber für die Ausgewogenheit der Strukturen in Beilstein.

Eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, wäre allerdings dahingehend nicht der richtige Ansatz auf der kommunalen Größe unserer Gemeinde.

Wir müssen uns ebenfalls verdeutlichen, dass in vielen älteren Wohngebieten (West I, West II, aber auch Bspw. Im Löchle), derzeit sehr große Wohnflächen von nur noch wenigen Personen bewohnt werden. Daher gilt es die Gemeinde insgesamt weiterhin attraktiv zu halten, damit auch für diese Objekte weiterhin Interessenten gefunden werden. Deren Vorteil ist es, das Sie aufgrund eines Bestandskaufes nicht in Gänze alle Forderungen der neuen Grün–Roten Landesbauordnung erfüllen müssen. Die in etlichen ihrer Grundzügen eher investitionsstörend wirkt. Da sie den Bauherr/-Herrin in ihrer eigenen Entscheidung stark einschränkt. (Anmerkung: Es ist ein Gesetz für die Großstadt, nicht aber für das Land).

Terminhinweise

Am 05.01. ist FDP Landesparteitag in Fellbach

Am 06.01. ist FDP Dreikönigstreffen in Stuttgart, öffentliche Veranstaltung. Das traditionsreichste Treffen von Demokraten in Deutschland.

Am 06.01.2016 Traditioneller Liberaler Dreikönig im Ahnenkeller der Palmbräu Brauerei in Eppingen, Beginn um 16.00 Uhr

Redner Alexander Graf von Lambsdorff, MDEP, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sowie Michael Link OSZE Direktor, Staatsminister a.D., und unseren Landtagskandidaten aus der Region u.a. Georg Heitlinger.

 

Es grüßt und freut sich auf die Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern.

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 / Mobile 0162 2994973 / E-Mail: Wolfgangbehr@hotmail.com