Blättle KW44_zur Veranstaltung vom 23.10.2015 mit Pascal Kober

Warum ist die bessere Sozialpolitik liberal

Am vergangenen Freitag veranstaltete der FDP Stadtverband hierzu einen Diskussionsabend im Ratskeller in Beilstein.

Einleitend brachte der Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Behr (Ersatzkandidat der FDP im Wahlkreis Eppingen) das liberale Menschenbild ins Gespräch. Zum Liberalismus gehört das sich einmischen, mitmachen, sich im Ehrenamt für andere einsetzen.

Zu Beginn referierte Herr Peter Rode (Weltmeister bei der Weltmeisterschaft der Transplantierten und Beilsteiner Unternehmer) spannend und emotional zum Thema Organ-Transplantation. Nicht unerwähnt blieb, dass sich die Situation in der Transplantation erst durch die letzten FDP Gesundheitsminister (Philipp Rössler, Daniel Bahr) verbessert hat.

Anschließend stellte sich der FDP Kandidat Georg Heitlinger (Wahlkreis Eppingen) dem Publikum vor. Auch er sprüht vor Leidenschaft aus seinem Beruf als Landwirt heraus. Er schilderte u.a. ausführlich, wieso er die Bundesregierung verklagte, und wie er trotz Ängsten (finanziell) seine Klage bis zum Verfassungsgericht durchgezogen hat. Diese hat am Ende zur Entlastung der Bauern in einer Größenordnung von 100 Mio € pro Jahr geführt, da die Zwangsabgabe an die CMA (Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) aufgehoben wurde. Des Weiteren ging es um Subventionen in der Landwirtschaft, die eher schaden als gerechte Preise am Markt durchsetzen.

Der an diesem Abend weit angereiste Gast (630km mit dem Auto und kurz vor seinem Auslandseinsatz in Mali) Pascal Kober stellte seine Thesen zur sozial Politik vor.

Pascal Kober, stellvertretender Landesvorsitzender und Sozialpolitiker der FDP, bemängelte in seinem Referat, dass in der sozialpolitischen Debatte zu sehr auf die Höhe des zur Verfügung gestellten Geldes geschaut werde und dabei die Frage nach der Wirksamkeit des eingesetzten Mittels zu sehr außer Acht bliebe. Zudem kritisierte Kober den defizitorientierten Ansatz linker Parteien, die die unterstützungsbedürftigen Menschen zu sehr auf das reduzierten, was sie nicht könnten, statt ihnen Mut zu machen und ihnen Zuversicht in die eigenen Stärken zu geben. Die Sozialpolitik dürfe die Menschen nicht klein machen und dürfe nicht nur angeblich widrige Umstände herauf beschwören. „Was wir stattdessen brauchen“, so Kober, „ist ein ermutigender Sozialstaat, der den Menschen hilft, ihre Fähigkeiten zu entdecken und diese für sich und andere auszubilden und einzusetzen.“

Im Anschluss aber auch zwischen den einzelnen Beiträgen fand eine äußerst lebhafte Diskussion statt.

Eine Diskussion wie wir sie in unserer Gesellschaft brauchen. Diskussionen wofür wir als politische Parteien offen sind, die wir in der Gesellschaft fördern wollen und die wir auch durch unseren Auftrag aus dem Grundgesetz (Art. 21) als unseren Auftrag ansehen – zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Daher werden wir auch wie bisher zukünftig solche qualitativ hochwertigen Veranstaltungen durchführen. Wir freuen uns über jede(n) Bürger/Bürgerin, die zu uns kommen.

Nehmen Sie die Angebote der Parteien zur politischen Diskussion an, nur die Diskussion und der Austausch von Meinungen wird unsere Gesellschaft zukunftsfähig gestalten können.

Wir danken nochmals dem Ortsverein der Landwirte und Weingärtner für die Bewirtung sowie der Stadt Beilstein für die Möglichkeit, solche Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten durchführen zu können.

Liberale Sozialpolitk Beilsein 23.1.2015 Wolfgang Behr, Pascal Kober, Georg Heitlinger, Peter Rode

Liberale Sozialpolitk Beilsein 23.1.2015
Wolfgang Behr, Pascal Kober, Georg Heitlinger, Peter Rode

Vorlesetag in Deutschland am 20.11.2015

Nehmen wir ein Beispiel aus dem Referat von Pascal Kober zur Überleitung, Kindern aus sozial schwachen (bildungsfernen) Familien wird in ihrer Kindheit 24 Stunden vorgelesen, während es in anderen Bevölkerungsschichten ca. 1200 Stunden sind.

Nehmen wir dies zum Anlass, dann möchte ich hiermit alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Beilstein auffordern, sich für den 20.11. diesen Jahres eines vorzunehmen:

*Wem kann ich vorlesen, wem mache ich eine Freude damit*

Wenn wir für eine solche Aktion genügend Interessenten finden, so könnten wir hier in Beilstein ein Musterbeispiel sein.

Lassen Sie uns gemeinsam eine solche Aktion durchführen, vielleicht erhalten wir hierfür die Möglichkeit, dies auch in städtischen Räumlichkeiten durchführen zu können (Bsp. ehemaliges Kelter Café). Oder wie wäre es „Jung trifft Alt“ im Haus Ahorn. Die Kinder der Kernzeitbetreuung sind immer gerne dort hingegangen.

Ich persönlich würde mich freuen, wenn der/die eine oder andere sich für eine solche Aktion bereit erklären würde.

Es grüßt und freut sich auf die Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern.

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 / Mobile 0162 2994973 / E-Mail: Wolfgang.Behr@fdphn.de