Blättle KW44_2016 Wenn der Feinstaub kommt oder wie man verbilligt auf den Fernsehturm kommt – Bebauung ehemaliger Kindergarten

Winterzeit – Feinstaubalarmzeit.   

Wir hatten schon einmal im Amtsblatt über die Zusammenhänge zum Feinstaubalarm ausführlicher berichtet (Blättle KW04_2016, siehe Homepage FDP Beilstein). Nun, aktuell steht die nächste Winterzeit an und somit waren schon die ersten Feinstaubalarme in Stuttgart der Fall und es werden sicherlich noch weitere folgen.

In den Tagen des offiziell angekündigten Feinstaubalarmes haben Bürger, die auf den VVS umsteigen, die Möglichkeit im VVS Netz für den halben Preis die Einzeltickets zu erwerben (Kindertarif). Details hierzu findet man auf der Homepage des VVS

 

Grundsätzlich ist es eine gute Idee mehr Menschen somit auf den ÖPNV zu bringen.

Aber was tut man für die Besitzer von Jahresabo´s? Auch an diese wurde gedacht. Sie können vergünstigt den Stuttgarter Fernsehturm besuchen.

Nun, aber wie kann man eine temporäre Vergünstigung noch bezeichnen, den die üblichen Tarife sind doch basierend auf einer Kostenrechnung seitens des VVS kalkuliert worden.

Handelt es sich in diesem Fall um eine Quersubventionierung, denn uns allen sollte klar sein, auch ein Verkehrsverbund muss am Ende kostendeckend arbeiten. Im Zweifel werden Zuschüsse  von den beteiligten Aufgabenträgern (u.a. Land, Landkreise) verlangt, die beim VVS den Abmangel abdecken müssen. Auch hier steckt am Ende wieder das Geld der Steuerzahler drin. Werden zu der Kostendeckung des Abmangels keine Zuschüsse benötigt, so bleibt dann ein Gschmäckle, ob die generelle Kalkulation der Tarife transparent und offen ist.

Den nichts was uns staatliche Institutionen oder in diesem Fall ein Verkehrsverbund großzügig zuteilt fällt vom Himmel.

Bebauung Areal bisheriger Kindergarten Birkenweg/Gartenstraße

Interessante Thesen hierzu konnte man lesen. Besonders interessant waren die Äußerungen ein Ärztehaus dort zu platzieren. Nun, vielleicht mag es dem einen oder anderen nicht bekannt sein, aber Arztpraxen kann man nicht einfach mal so entstehen lassen. Dahinter stecken Regularien der Bedarfsplanung die von den Kassenärztlichen Vereinigungen überwacht werden. Schaut man dort nach, so ist der Landkreis Heilbronn noch offen für allgemeine Hausärzte, die sich somit im Landkreis durchaus noch ansiedeln könnten. Bei Fachärzten wäre nur  eine Übernahme einer bestehenden Praxis mögllich, keine Neueröffnung.

Wir wollen dies hier nicht bis ins letzte Detail beschreiben, nur uns Bürgerinnen und Bürger sowie den Stadträten und der Verwaltung sollte klar sein, wenn man mit solchen Begrifflichkeiten ins Rennen geht, dass dies kein Wunschkonzert ist.

In Gänze sollte bei der Bebauung im Ortskern die Barrierefreiheit (u.a. altersgerechtes Wohnen) und auch die Möglichkeit günstigen Wohnraum innerorts anbieten zu können, verfolgt werden. Beide Aspekte stehen sich diametral entgegen, so dass hier  die Suche nach einem geeigneten Partner sicherlich schwerfallen wird. Auch speziell wenn man hierbei bedenkt, dass die Bebauung einer solch großen Fläche auch in der optischen Ausführung zu beachten sein sollte. Gelingt all dies mit einem geeigneten Parten, so wird die Kommune sicherlich in der Veräußerung der Fläche entgegenkommen müssen.

Diesbezüglich stellt diese Aufgabe eine wesentlich komplexere Entscheidungs-findung dar, als die Bebauung Hart oder Kleinfeldle oder die Planung eines Kinderhauses.

Terminhinweis:

Am Montag 07.11.2016 um 19.00 Uhr Weinstube im Ratskeller Heilbronn, zum Thema *Wie viel Verkehrsinfrastruktur braucht Baden-Württemberg?*  mit Prof. Dr. Bernecker, Prof an der FH Heilbronn für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik und Direktor des Instituts für Nachhaltigkeit im Verkehr.

Es grüßt und freut sich auf die stets interessanten Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern.

 

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 / Mobil 0162 2994973 / E-Mail: wolfgangbehr@hotmail.com