Blättle Blättle KW43_2016 Beam me up Scotti

Beam me up Scotti!  

Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten Satz *Beam me up Scotti!*, sicherlich nur wenige kennen es nicht. Beim Beamen geht es darum, Materie umzuwandeln zu transportieren (über elektronische Mittel) und diese an einem vorher ausgewählten Ort wieder entstehen zu lassen.

Nun, das Beamen ist heute noch eine weit entfernte Zukunftsvision. Sollte diese jedoch einmal funktionieren, dann wären all unsere Verkehrsprobleme gelöst. Man geht zu einer Beamstation und gibt die Koordinaten des Zieles ein, und sowohl ein Mensch als auch bewegliche Sachen würden am Ziel ankommen, ohne Stau, ohne Ampeln quasi einfach ganz unbemerkt.

Von dieser Technologie sind wir noch weit entfernt. Sie hilft daher  auch noch nicht bei der Problemlösung der lokalen Verkehrsinfrastruktur in Beilstein und darüber hinaus.

Nachdem wir seit den Jahren der Verlegung des Aldi Marktes (in den Forstbergweg) in Beilstein über die Verkehrsanbindung im südlichen Teil Beilsteins nachdenken, scheint nun seit der letzten Gemeinderatssitzung eine vorläufig praktikable Lösung für das Hier und Jetzt gefunden worden zu sein.

Das es hierzu kommen musste war den Entscheidungen der letzten Jahre mitgeschuldet. Hierbei darf man nicht vergessen, dass die Verkehrsanbindungen bereits ein Bestandteil der Planungen sein sollten, die mit der Verlegung Kinderhaus in den Birkenweg einhergingen. Auch die nachgelagerte REWE Ansiedlung befördert den Zwang zu einer Entscheidung. D.h. auch, es sind keine losgelösten Diskussionen, sondern die Regelung der Verkehrsanbindung ist mit einer der Kernbestandteile dieser Entscheidungen. Das sie erst im Nachgang erfolgen ist wohl eher der Prioritätensetzung zu schulden.

Der Darstellung von Dr. Dietmar Rupp(FWV) im Amtsblatt letzter Woche  sowie der Beschreibung der Gemeinde zu den Lösungsansätzen ist dahingehend grundsätzlich nichts hinzuzufügen.

Das der regionale Verkehr aber auch der innerstädtische Verkehr vermehrt Gartenstraße als auch Heerweg nutzt, um in Stoßzeiten der Hauptstraße auszuweichen, ist ebenfalls nichts Neues. Den InnerortsVerkehr muss man hierbei einfach *ertragen*.

Langfristig wird man daher aber nicht umhin kommen, sowohl für Teile der Gartenstraße als auch des Heerweges, auf Teilen Einbahnstraßenverkehre einzuführen. Gleichfalls wird es somit notwendig, klare markierte Parkmöglichkeiten in diesen Straßen (P.S. Gartenstraße bereits vorhanden, Heerweg nur teilweise) zu platzieren. Auch gehört hierzu dass z.B. in der Albert Einstein Straße über Bodenschwellen, u.a. eine Verlangsamung des Verkehres auf die vorhandene  Tempo 30 Zone erreicht wird.

Die langfristige Lösung ist auch weiterhin, dass das Ziel einer Umgehung für den Regionalverkehr, am besten parallel in Verbindung mit  einer möglichen Anbindung eines ÖPNV (Stadtbahn) Anschlusses verfolgt wird. Dies ist im Besonderen zu beachten, wenn nachgelagert zur Entwicklung auf der Hart, die Besiedlung im Westen (Kleinfeldle) angegangen wird. Diese erfordert dann auch eine zusätzliche Stichstraße aus West I in das bisherige Gewerbegebiet.

Sollte jedoch das beamen vor einer Verwirklichung der Stadtbahn bzw. der regionalen Umgehung bereits möglich sein, so müssten wir uns in Beilstein über den optimalen Standort der Beamstation Gedanken machen.

Angst fliegt übrigens nicht zum Mond.

Public Private Partnership (PPP)

Viele verdammen es, auch der Grüne Verkehrsminister ist kein Freund. Die A5 wurde im Rahmen eines PPP-Projektes umgebaut (Entscheidung der CDU/FDP Regierung). Der Investor erhält für die Baumaßnahme die Garantie auf die Mauteinnahmen über einen langfristigen Zeitraum. Dieser Tage konnten wir nun lesen, dass auch der Grüne Verkehrsminister beim Ausbau (6spurig) der A6 zwischen Walldorf und dem Weinsberger Kreuz doch nicht mehr abgeneigt dem gegenüber steht.

Am Berliner Flughafen erkennen wir, dass es im Staatswesen selbst nicht unbedingt die Organisationsformen gibt, um ein Infrastrukturprojekt zügig umzusetzen. Ein Investor, für den jeder Tag zählt, kann hier durchaus eine Alternative sein.

Terminhinweis:

Am 29.10.2016 um 15.00 Uhr FDP Bezirksparteitag (Bezirk Franken) in Heilbronn, im Ratskeller (öffentliche Veranstaltung). Unter anderem spricht Dr. Hans-Ulrich Rülke Fraktionsvorsitzender der FDP Landtagsfraktion.

Am Montag 07.11.2016 um 19.00 Uhr Weinstube im Ratskeller Heilbronn, zum Thema *Wie viel Verkehrsinfrastruktur braucht Baden-Württemberg?*  mit Prof. Dr. Bernecker, Prof an der FH Heilbronn für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik und Direktor des Instituts für Nachhaltigkeit im Verkehr.

Es grüßt und freut sich auf die stets interessanten Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern.

 

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 / Mobil 0162 2994973 / E-Mail: wolfgangbehr@hotmail.com