Bildungspolitischer Kongress der FDP BW vom 28.03.2015

Am vergangenen Wochenende fand, im Landtag von Baden Württemberg, der diesjährige Bildungspolitische Kongress der FDP statt. Das Plenum war hier besser besetzt als bei so mancher Landtagsdebatte, wie der FDP Fraktionsvorsitzende Dr. Ulrich Rülke in seiner Anleitung anmerkte.

Unter den Teilnehmern / Teilnehmerinnen waren auch einige Beilsteiner vertreten. Während die FDP Generalsekretärin Nicola Beer maßgeblich über ihre Zeit als hessische Kultusministerin und das Wirken der FDP in Hessen berichtete, übernahm Dr. Timm Kern, als bildungspolitischer Sprecher der FDP, die Aufgabe das Impulspapier der FDP zur Bildung in Baden Württemberg näher zu erläutern.

Hierbei wurde sowohl von Rülke als auch Kern ein wichtiger Satz mehrfach geprägt, der eine Kernaussage der FDP zum Schulfrieden darstellt.

*Es kann nicht im Interesse der Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Schulträger sein, dass bei einem Regierungswechsel das Schulsystem so durcheinandergerüttelt wird, wie es jetzt bei Grün-Rot der Fall ist“, sagte Rülke*

In Ihrem Vortrag stellte Nicola Beer das in Hessen eingeführte Schulfreiheits-Gesetz vor, welches den Schulen mehr Freiheit zur individuellen Gestaltung vor Ort überlässt. Hierbei hob Sie hervor, dass die Qualität der Lernziele und Abschlüsse, bei aller freien Ausgestaltung, des Unterrichts, nicht unter den Tisch fallen dürfen.

Die Expertenrunde wurde durch weitere Fachvorträge, u.a. durch einen sehr spannenden Vortrag von Dr. Bob van de Ven über das niederländische Bildungssystem, fortgesetzt. Bereits 70% aller Schulen basieren in den Niederlanden auf Privatinitiativen – der wesentliche Unterschied zu unserem System ist, dass der Niederländer hier anders denkt und die Schule den Bürgern gehört, wohingegen in unserem Staatswesen die Schule dem Staat gehört. Einen kleines Schmankerl auf Deutschland und die in unserem Land teilweise panikartigen Reaktionen auf die PISA Ergebnisse konnte er sich hier nicht verkneifen. Auch gilt in den Niederlanden allgemein eine verbindliche Schulempfehlung.

Als weitere Fachvorträge zog Herbert Huber (Schulleiter und Vorsitzender des Berufsschullehrerverbandes Baden-Württembergs) ein Fazit zum bisherigen *Modell der operativ eigenständigen Schule in Baden-Württemberg*. Hierbei hob er auch hervor, dass Eigenständigkeit auch mehr Eigenverantwortung bedeutet, und das hieraus resultierend auch die Tätigkeiten der Schulleiter/-leiterin andere Fähigkeiten bedingen als dies bisher der Fall war.

Abschließend trug Norbert Brugger, Dezernent beim Städtetag Baden-Württemberg, noch über die Rolle und Verantwortung der kommunalen Schulträger bei der regionalen Schulentwicklung in einer Bewertung und einem Ausblick vor. Und er zeigt deutlich auf, in welchem Spannungsverhältnis Kommunen aktuell stehen.

Die anschließende Diskussion zwischen dem Publikum und den Experten war von Fachkompetenz geprägt, und endete leider viel zu früh. Die spannendste Frage und Diskussion war das Thema, was wird die zweite Schulform neben dem Gymnasium sein.

Hier kamen auch die interessantesten Beiträge, da man die Wissensvermittlung der Realschulen, und den Ansatz der Gemeinschaftsschulen nicht vergleichen kann.

Link zur Veranstaltung:

http://fdp-dvp.de/pressemitteilungen/ruelke-und-kern-ein-schulfrieden-soll-schuelern-eltern-und-lehrern-verlaesslichkeit-geben/

Terminhinweise:

·  Mittwoch, 15.04. um 13.35 Uhr Rundfahrt / Besichtigung Heilbronner Wasserversorgung. Teilnahme nur bei vorheriger Anmeldung möglich.

·       Donnerstag, 07.05. um 19:00 Uhr Infoveranstaltung für den Wahlkreis 19 Eppingen, Gaststätte Waldeck in Eppingen

 

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein schönes Osterfest – und genießen Sie, voraussichtlich letztmalig in dieser Form, den Ostermontagsmarkt.

Es grüßt

Wolfgang Behr

Vorsitzender FDP Stadtverband Beilstein

www.FDP-Beilstein.de

Tel. 07062 5797 – Email: WolfgangBehr@hotmail.com