25 Jahre Beilsteiner FDP-Stadtverband

0 Kommentare

Aktuelles | 12. Dezember 2009

Der FDP-Stadtverband Beilstein feierte im Rathauskeller sein 25-jähriges Bestehen. Am 30. November 1984 gründeten acht Freidemokraten die örtliche Parteigruppe im Gasthaus „Lamm“. Es zeichnete sich damals ab, dass in der Langhansstadt eine solide Basis für die Liberalen vorhanden war. Von den Gründungsmitgliedern waren Uschi Teubler, Gerhard Kister und Friedrich Layer anwesend.

Günter Wanner, Vorsitzender des 20 Mitglieder zählenden Stadtverbandes, nannte in seinem Rückblick wesentliche Stationen. So ist die Beilsteiner FDP seit 1989 ununterbrochen im Gemeinderat vertreten. Auch die Ergebnisse bei den Bundestagswahlen ragen meistens weit über den Landes- und Bundesdurchschnitt hinaus. „Natürlich sind die 1961 erreichten 49,2 Prozent für die FDP nicht mehr zu realisieren“, sagte Wanner schmunzelnd, aber auch der aktuelle Wert von der Bundestagswahl am 27. September mit 25,7 Prozent zeige, dass die Liberalen in Beilstein stark vertreten seien.

Veranstaltungen mit Waldemar Bauer, dem TV-Macher von „Wunder der Erde“, oder mit Klaus Kinkel, dem damaligen Außenminister, sind noch in bester Erinnerung.

Wanner äußerte den Wunsch, dass sich mehr junge Bürger politisch engagieren und den Weg zur FDP finden.

Als Festredner konnte Karl Moersch aus seinem langen, reichhaltigen politischen Leben berichten. Moersch war Landesvorsitzender der FDP und in der sozial-liberalen Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt Staatsminister im Auswärtigen Amt. Als Kenner der altwürttembergischen Geschichte gab der 83-jährige Politiker amüsante und geistreiche Einblicke in die Parteienlandschaft des Südwestens. „Die Winzerorte, meist evangelisch, im Neckar- und Remstal wählten FDP/DVP und die oftmals katholischen Milchbauern in Oberschwaben CDU“, sagte Moersch. Heute spielten die religiösen Bindungen immer weniger eine Rolle, wie die jüngsten Wahlergebnisse zeigten. Mit Anekdoten und Hintergrundinformationen aus der Zeit des Kalten Krieges brachte er die Gäste zum Schmunzeln und Staunen. So sei die Charta von Helsinki der wahre Grund und die eigentliche Ursache für den Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs.

Bürgermeister Günter Henzler sagte in seinem Grußwort, dass die Beilsteiner Freidemokraten Wesentliches für die Stadt geleistet hätten.